Steht Barack Obama hinter Online-Glücksspiel?
Präsident Barack Obama wurde als Pionier gefeiert. Einem seiner Wahlversprechen zufolge möchte er Internetzensur und Regierungseingriffe verhindern. Er will "vollständigen und freien Ideenaustausch in einem offenen Internet und in sonstigen Medien ermöglichen." In eingeweihten Kreisen spricht man davon, dass der Präsident seine eigenen Vorstellungen hat, auf welche Weise das Internet reguliert werden sollte.
Eine kürzlich stattgefundene Pressekonferenz deutete darauf hin, dass Obama an seinen Wahlversprechen festhalten wird. Der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act von 2006 verbietet es Spielern zwar, an Online-Casinos und -Sportwetten teilzunehmen, es gibt aber Anzeichen dafür, dass sich die Obama-Regierung möglicherweise von dem vom vorherigen Präsidenten George W. Bush eingeführten Gesetz lösen wird.
Für den Vollzug des Gesetzes, das auch Pferderennen mit einschließt, sind die US-Finanzdienstleister verantwortlich. Es soll "illegales" Online-Glücksspiel und damit verbundene Transaktionen unterbinden oder mindern, und es stellt den Geldtransfer für unerlaubtes Online-Glücksspiel unter Strafe. Gleichzeitig definiert das Gesetz aber nicht hinreichend, welche Transaktionen "illegal" sind.
Trotz allem müssen die Spieler in den USA ihre Vorfreude im Zaum halten: Obama machte nämlich gegenüber mehreren Journalisten klar, dass er kein großer Freund von Online-Glücksspiel ist. Einflussreiche Demokraten wie Kongressabgeordneter Barney Frank, der den Vorsitz im Finanzdienstleistungsausschnuss hat, lehnen das Verbot hingegen komplett ab.




